Hilka Zweig e. V.
Verein zur Förderung von Hilfe für Bildung, Kultur und Soziales der ukrainischen Gemeinschaft Hilka-Zweig e. V.
Ansprechpartnerin: Tatjana Privorozkaja

Ein neuer Anfang: Gründung des Hilka Zweig e. V. und engagierter Aufbau einer eigenen Struktur
Der Hilka Zweig e. V. ist ein noch junger Verein, der Anfang 2024 gegründet wurde. Die Initiative ging von Menschen aus der Ukraine aus, die zuvor unter dem Dach von „Slavia“ organisiert waren und den Wunsch hatten, eine eigene Struktur aufzubauen. Mit Unterstützung und finanzieller Hilfe des House of Resources konnte dieses Vorhaben umgesetzt werden. Zur Vorsitzenden wurde Tatjana Privirozkaja gewählt. Derzeit engagiert sie sich vor allem im organisatorischen Aufbau, in der Projektakquise und bei der inhaltlichen Ausrichtung des Vereins.
Ankommen, orientieren, mitgestalten: Ziele und Unterstützung für Menschen aus der Ukraine
Ziel des Hilka Zweig e. V. ist es, Menschen aus der Ukraine in der Ankommensphase zu unterstützen, bis sie sprachlich sicherer sind und sich ausreichend eingelebt haben, um selbst Verantwortung zu übernehmen. Der Verein versteht sich als Anlaufstelle für Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen und richtet seine Angebote entsprechend vielfältig aus. Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Angeboten für Kinder und Jugendliche. Regelmäßig werden Projekte in den Bereichen Sport, Tanz und Theater durchgeführt, zudem konnten im vergangenen Jahr auch Ausflüge organisiert werden. Ergänzend dazu organisiert der Verein regelmäßige Bastel-, Spiel- und Lerntreffs sowie weitere gemeinschaftsstärkende Aktivitäten. Darüber hinaus unterstützt der Verein die Teilnehmenden im Alltag: Eine Sprachmittlerin hilft bei Übersetzungen und begleitet bei Behördengängen, wodurch eine wichtige Brücke im Integrationsprozess geschaffen wird.
Starke Partnerschaften als Fundament: Unterstützung, Kooperationen und wachsende Wirkung
Das House of Resources begleitet den Verein nicht nur seit der Gründung, sondern unterstützt auch die Finanzierung einzelner Projekte. Auch die Zusammenarbeit mit der LAGFA trägt zur erfolgreichen Vereinsarbeit bei: Mit ihrer Unterstützung konnten kulturelle Formate wie ein jährlich stattfindendes Wintermärchenfest zur Weihnachtszeit umgesetzt werden, bei dem unter anderem ein Puppentheater Teil des Programms war. In den vergangenen zwei Jahren hat der Verein bereits viele Menschen erreicht – sowohl geflüchtete Personen aus der Ukraine als auch Menschen, die schon länger in Deutschland leben. Der Verein ist inzwischen gut bekannt und wird häufig bei Fragen oder Problemen kontaktiert. Trotz dieser positiven Entwicklung bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Finanzierung, da Fördermittel regelmäßig neu beantragt werden müssen und langfristige Planungssicherheit fehlt.
Blick nach vorn: Sprachförderung, Integration und mehr Sichtbarkeit für die Zukunft
Für die Zukunft wünscht sich die Vorsitzende vor allem, dass die unterstützten Menschen – insbesondere die Kinder – schnell in der Gesellschaft ankommen. Der Spracherwerb spielt dabei eine zentrale Rolle, weshalb sich der Verein aktiv in der Sprachförderung engagiert und nach Wegen sucht, Kindern den Einstieg in das deutsche Bildungssystem zu erleichtern. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Erhöhung der Sichtbarkeit des Vereins. Der Aufbau einer eigenen Website ist daher ein zentrales Vorhaben für das laufende Jahr, um die Arbeit besser zu präsentieren und noch mehr Menschen zu erreichen.
