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Hanseverein Halle

Im Dezember 2008 wurde der Verein zur Förderung der Hansekultur der Hansestadt Halle an der Saale e.V., kurz Hallischer Hanseverein e.V., gegründet. Seitdem bemühen sich engagierte Hallenser*innen, diese Tradition zu beleben und für die Saalestadt touristisch zu nutzen.
Im Rahmen des Geschichtsprojektes „Thietmars Flussreise“ konnte der Hanseverein acht Teilnehmende eines Integrationskurses für die organisatorische und künstlerische Mitarbeit gewinnen. Durch die Mitgliedschaft der acht Geflüchteten wird die Kulturarbeit im Verein umfangreicher, vielfältiger und nützlicher gestaltet. Der Verein wirkt so dem Klischee der „deutschen Vereinsmeierei“ und der vermeintlichen traditionellen Abgrenzung entgegen. Außerdem profitieren die bisherigen (deutschen) Vereinsmitglieder von dieser interkulturellen Schnittstelle, werden rücksichtsvoller und bauen Vorurteile ab. Um die kulturelle Integrität der mitwirkenden Geflüchteten zu bewahren, recherchieren, konzipieren und produzieren sie eine historische Darstellung aus dem eigenen Kulturkreis. Mit Unterstützung des Musikers Frank Krüger wurden im März die Proben zum Theaterprojekt "Till und Nasreddin – zwei Narren aus dem Orient und Okzident" begonnen. Das Stück wurde unter besonderer Mitwirkung der Migrant*innen geschrieben und dramaturgisch bearbeitet. Gleichzeitig demonstrieren die Geflüchteten so, dass das Darstellen von geschichtlichen Ereignissen in einem deutschsprachigen Verein kein Ignorieren oder Aufgeben eigener Wurzeln und Kulturtraditionen bedeutet.

Kontakt:
Verein zur Förderung der Hansekultur der Hansestadt "Halle an der Saale e.V."
Waldstr. 29
06120 Halle (Saale)

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